BUND-Bundesarbeitskreises Wasser besucht LGS

11.07.2022
Gruppenbild: Die Mitglieder des BUND-Bundesarbeitskreises Wasser am renaturierten Rheinufer auf der Landesgartenschau

Bundesarbeitskreis Wasser des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland auf der LGS

Bundesarbeitskreis Wasser des BUND trifft sich in Neuenburg
 

Anlässlich der Landesgartenschau tagte der Bundesarbeitskreis Wasser des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, am vergangenen Wochenende in Neuenburg. Einer der Höhepunkte des Treffens war der Besuch der Landesgartenschau.

Die Landesgartenschau kann mit einem besonderen Schmankerl aufwarten, der großen Ausstellung zum Lebensraum Grundwasser. Diese Ausstellung, die vom Senckenberg Mueum für Naturkunde in Görlitz entwickelt wurde, ist die erste ihrer Art in Europa. Grund genug für den Bundesarbeitskreis Wasser des BUND, am vergangenen Wochenende seine diesjährige Klausurtagung in Neuenburg abzuhalten.

Der Arbeitskreis, dessen Mitglieder aus ganz Deutschland anreisten, trifft sich mehrmals im Jahr. Dabei werden für den Bundesverband des BUND Positionen und Strategien zum Umgang mit Wasser und Gewässern formuliert. Eines seiner Schwerpunktthemen ist das Grundwasser, wo die Probleme besonders groß sind: Klimawandel und steigende Entnahmen führen zu absinkenden Grundwasserständen, durch Überdüngung steigt die Nitrabelastung und die Erderwärmung und Geothermieanlagen heizen das unterirdische Wasser auf. All das bedroht auch die Tiere und Mikroorganismen im Grundwasser.

Diese Aspekte greift die Ausstellung auf der Landesgartenschau auf und stellt sie in allgemeinverständlicher und ganzheitlicher Weise dar. Dabei werden modernste Techniken eingesetzt, wie eine virtuelle U-Bootfahrt im Grundwasser oder die Hologramme von Grundwassertieren. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz passt die Austellung gut zum Konzept der Landesgartenschau "Stadt-Land-Fluss".

Beim Besuch der Landesgartenschau am Samstagvormittag zeigten sich die Mitglieder des Arbeitsreises beindruckt. Henry Tünte, Sprecher der Gruppe: "Höchst innovativ. Zum ersten Mal wird hier der Lebensraum Grundwasser in seiner ganzen Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammen mit der naturnahen Gestaltung des Rheinufers ist es den Veranstaltern der Landesgartenschau gelungen, öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Wasser und Gewässer zu schaffen."